• Alles hat ein Ende

    Nun ist es soweit, das Kapitel Durban ist fuer mich vorbei.
    Doch bevor der Rueckflug angetreten werden konnte, stand erst noch einmal eine Begenung der afrikanischen Art an. Zuhause angekommen wartete eine ordentlich lange und giftgrüne Schlange auf dem Treppenabsatz auf uns. Fragt sich zwar wer hier mehr Angst vor wem hatte, aber das Pech der Schlange war halt, das wir absolut keine Ahnung von diesen Kreaturen hatten. So hatten wir wohl von einer sehr giftigen und vielleicht deswegen auch giftgruenen Boomslang gehoert. Nun, ein Boom (Baum) vor dem Haus, ein giftgruenes langes dünnes Tier, da ist die Sache doch klar, oder? Mittlerweile hatte sich die Schlange in die Wohnung geflüchtet, so dass uns nichts anderes uebrig blieb, als schwer bewaffnet mit einem Besenstiel auf Schlangenjagd zu gehen. Um das ganze abzukuerzen und unsere Feigheit nicht allzusehr zur Schau zu stellen, nach etwa 1,5 Stunden war die Schlange einen Moment nicht aufmerksam genug bzw, zu langsam, und wir konnten wieder aufatmen und unsere Schlangenparanoia pflegen. OK, auch wenn es wohl nur eine harmlose Grasschlange war, so war trotzdem klar, dass fuer sie kein Platz in der Wohnung sein wuerde.

    snake_c

    Dieses Abentuer ueberstanden, gings dann ans packen und ein letztes Braai am Pool in der angenehmen Wärme Durbans. Und so kam der Tag der Heimreise.
    Nach einem Problemlosen Flug nach Johannesburg (liebevoll auch Jo'burg genannt) kam der 11 Stunden Sprung nach London. Und ich muss sagen, ich hatte Riesenglueck. Ich habe naemlich tatsaechlich einen der wohl 4 einzigen Plätze in der Economy class bekommen, auf dem man seine Beine nach belieben austrecken konnte. Juchuu, endlich mal schlafen auf einem Langstreckenflug. Sehr schoen. Und dann war da das Wetter in London. Von kuscheligen 25 Grad plötzlich in ein kaltes London, in dem die Landebahn eingeschneit war und mein Anschlussflieger nach Duesseldorf erst einmal enteist werden musste. Aber gut, ich hab ja oft genug ueber die Schwüle in Durban gemeckert. Das hat man dann davon.
    Nun bin ich wieder hier und geniesse sehr, dass, wie ich auch bereits öfters angedeutet habe, einige Dinge einfach mal funktionieren. Aber gluecklicherweise war dann doch noch mein Gepaeck verloren gegangen, wohl um mich noch eimal daran zu erinnern, wo ich gerade hergekommen war. Hey, das war Afrika !!!

    (P.S.: Hiermit ist dieser Blog nun geschlossen, und Nachrichten hier werden mich wohl nicht mehr erreichen)

  • die letzte Woche

    So, nun ist es langsam soweit. Die letzte Woche hat angefangen, und es haeufen sich nun die Dinge, die man zum letzten Mal tut.
    Diese Woche wirds dann wohl heissen, diverse Abschiede feiern und (das wird wahrscheinlich eine etwas kompliziertere Arbeit) die entsprechenden Bescheinigungen mit den richtigen Stempeln drauf organisieren. Wir werden einfach mal darauf vertrauen, dass wir auf dem Weg dahin nicht allzuviele Sooorrys hoeren werden, so dass wir die letzten Tage auch weiterhin noch geniessen koennen.
    Ich weiss nicht, ob ich noch einmal dazu kommen werde, hier zu schreiben, deswegen sage ich vorlaeufig an dieser Stelle schon einmal Durban, King Edward und Suedafrika ade und auf bald in Deutschland liebe Leser. Die Photos sind schon weitestgehend vorbereitet, so dass ich Euch sehr bald alles zeigen kann.
    Soweit alles Gute noch aus Durban und bis naechstes Wochenende !!!

  • nachtraegliche Ostergruesse

    So liebe Freunde, jetzt sind endlich auch die Bilder der letzten Reise da. Und bei dieser Gelegenheit moechte ich Euch natuerlich auch allen nachtraeglich schoene Ostergruesse senden.

    Nachdem wir hier an Ostern das Festival of Chariots der Hare Krishna Gemeinde miterleben durften

    hare krishna_5

    (fuer alle diejenigen, die darueber noch weniger wissen als ich, Hare Krishna ist die Sache mit den Liedern mit den unendlich komplizierten Texten ... nach 30 Min Hare Krishna mischt sich doch tatsaechlich ploetzlich ein Hare Rama hinein), freue ich mich nun ganz langsam schon mal auf die Heimkehr. Nicht, dass es keine spannende Zeit gewesen waere, aber ein paar Dinge vermisst man halt echt ...

    Liebe Gruesse,

    Euer Christoph

  • Die Drakensberge

    Vergangenes Wochenende stand die zweite Reise zu einem weiteren touristischen Muss an, die Drakensberge. Im Norden dieser riesigen Bergkette, die auf der nord-oestlichen Seite das Koenigreich Lesotho innerhalb Suedafrikas begrenzt, gibt es eine Bergformation, die Amphitheather genannt wird. Das sollte das Ziel unserer Reise sein.
    Also auf, wie immer den Coast-to-Coast aufgeschlagen, Backpacker gefunden, und gleich das volle Tourprogramm gebucht.
    Donnerstag nach dem Intake gings los, und Freitag wartete die Wanderung auf das ueber 3000 m hohe Plateau des Amphitheaters auf uns. Bei der ankunft am Do war das Wetter richtig schlecht, wobei es am Freitag Morgen etwas besser schien. Also dachten wir voellig positiv gestimmt, dass sich die Wolken schon verziehen wuerden. Beim Start der Wanderung taten sie das auch, aber je hoeher wir kamen, desto dicker wurde der Nebel wieder. Und als wir schlieslich auf dem Plateau standen, am Rand der Steilwaende, die einen Schritt weiter vorwaerts keine Ahnung wieviel hundert Meter abfallen, konnten wir geschlagene 3 Meter weit gucken. Aber die 3 Meter sahen grossartig aus. Gut, was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht verziehen sich die Wolken ja, bis dass wir den Tugela wasserfall erreicht haben, den hoechsten Wasserfall Suedafrikas, und angeblich der zweithoechste der Welt, der sich an die 900 m in mehreren Stufen diese Steilwand herunterstuerzt. Pech gehabt, das gleiche Spiel, 4 bis 5 Meter weit konnten wir den Fall des Wassers verfolgen. Aber gut, da machste nix dran, und so gings dann auf den langen abstieg und zurueck durch den Regen Richtung warmer Dusche.

    Amphi-hike_2Amphi-hike_30hike_amphitheatre_sentinel_3

    Am naechsten Tag stand eine Autotour ins durchschnittlich ca 2000 m hoch gelegene Koenigreich Lesotho an. Und wie versprochen, merkte man unmittelbar hinter der Grenze, dass man SA verlassen hatte. Die Strassen, wenn man sie ueberhaupt so nennen kann wurden noch schlechter. Das allerdings, macht einem hiesigen Minibus, in welchem wir mit 16 Leuten gereist sind, noch laengst nix. und so konnte auch der durch den Regen ziemlich angeschwollene Fluss unseren Bus nicht aufhalten. Der erste Stop war, nach dem Fluss natuerlich, eine Dorfschule, die mit ziemlichen Schwierigkeiten zu kaempfen hat, aber doch 7 klassen unterrichtet. Von hier gings weiter zu einem Sangoma, dem traditionellen Heiler, der in regem Kontakt mit den Vorfahren des Dorfes steht. Inwieweit das lokale Bier ihm dabei behilflich ist weiss ich zwar nicht, aber sicher ist, dass es in meinem Fall fast eher als Brechmittel gewirkt haette. Alles noch mal gut gegangen, und weiter gings richtung Felszeichnungen der San, den Ureinwohnern Suedafrikas. Und tatsaechlich einen kleinen Fleck dieser Zeichnungen haben wir tatsaechlich gesehen. Dann gings auch schon wieder auf den Rueckweg, an einer Shebeen, einer nicht lizenzierten Kneipe vorbei (oh Gott, nicht noch einmal, nein, glueck gehabt) zum Haus eines Lehrers der eben erwaehnten Schule, traditionelles Essen probieren. Maisbrei in die Finger und fleissig den Spinat auf die Finger laden, und das war tatsaechlich nicht so schlecht.
    Jetzt aber schnell zurueck, denn der Grezposten zurueck nach Suedafrika hat nur bis 4 h auf. Da allerdings unser Bus vom Traktor die letzte Passstrasse hochgezogen werden musste, und wir nebenher laufen durften, war das Tor an der Grenze schon zu, als wir ankamen. Aber hey, ... ihr kennt den Spruch. Es muss schliesslich jeder sein Geld verdienen. Und so ging Das Tor dann doch wieder auf, und wir waren wieder im guten alten SA, mal wieder voellig durchnaesst und schlammverschmutzt, aber ebenfalls mal wieder auf dem Weg Richtung warme Dusche.

    lesotho_5passtrase_lesotho_10shebeen_lesotho_1

  • neues aus der Vergangenen Woche

    Hier ist mal wieder der neueste Bericht aus Durban. im Moment gibt es ein Sportereignis, welches grosses Aufsehen zu erregen scheint. Das Vodacom Super 14 Rugby Turnier versetzt zumindest die weisse Bevoelerkung hier in helle Aufregung. Und das sollte dann doch einmal ein Grund fuer mich werden, meine Nase tiefer in die hiesige Sportwelt zu stecken. Fussball=schwarz, Rugby=weiss (und Weltmeister), Cricket=auch weitestgehend weisse. Fussball, OK, auch wenn ich da eine grosse Ausnahme bin, kennt sich ein Deutscher doch wohl aus damit. Rugby und Cricket ist aber mal was echt anderes. Und ich fuer meinen Teil kenn beides noch schlechter, als Fussball, denn wenigstens kann ich die abseitsregel erklaeren (was ich hier aber nicht tun werde :-)).
    Also, fremde Laender, fremde sitten, Cricket Regeln verstehen und Rugby gucken. Also die Cricket Regeln ... nein, ich werde Euch das ersparen, aber ich glaube tatsaechlich, das meiste verstanden zu haben. Allerdings fehlt mir die Geduld, einen ganzen Tag lang, oder sogar 5, diesem Spiel, welches vermutlich das einzige ist, bei dem ein Spieler waehrend des Spiels den Zuschauern Autogramme geben kann, zuzusehen.
    Dann doch lieber Rugby, wobei ich da ehrlich gesagt noch weniger Ahnung von habe, als von Cricket. Egal, den andern 8 gings genauso. Also ab ins Stadion und Sharks vs. Blues gucken. Schon mal vorweg, das lokale Team, die Sharks, haben die Blues aus Neuseeland weggeputzt, das haben sogar wir mitbekommen. Und was die ganzen Feinheiten angeht, man bruellt halt wenn das ganze Stadion bruellt (wo uebrigens tatsaechlich fast ausschliesslich weisse zu finden waren).

    Sharks_15

    Also pruegeln sich 2 mal 14 Man um einen eifoermigen Ball, stapeln sich in unregelmaessigen Abstaenden in Haufen auf dem Spielfeld, bestehen darauf, dass Fussbal viel brutaler ist, und der Schiedsrichter ist natuerlich wie immer der Dumme. Unterm Strich ein grosser Spass und die Gewissheit, dass halt doch nur deutsche Fans eine richtige Laola-Welle koennen.

  • Durban unter Wasser

    Auch wenn ich den lieben Steve (mal wieder ein Test fuer den aufmerksamen Blogleser) morgen abgeben werde, so hat er sich doch letzte Nacht mal wieder als echter Offroader, oder besser gesagt taugliches Amphibienfahrzeug, erwiesen.
    Ob der Sturm, der uns gestern besucht hat, auch einen Namen hat weiss ich zwar nicht, aber auf jeden Fall haben wir gestern herausgefunden, dass, auch wenn das Wasser auf der Strasse so tief ist, dass es auf die Motorhaube schwappt, ein kleiner Citygolf noch lange nicht schlapp macht. Durban hat ja in der Tat ein ziemlich tropisches Klima, und dementsprechen war gestern der bisher schlimmste tropische Sturm. Neben Schwimmen auf der Strasse war dann tatsaechlich auch mein Appartement zur Haelfte unter Wasser. Laesst sich aber alles problemlos aufraeumen und es ist nichts und niemand zu schaden gekommen. Die Strassen sehen heute in der Stadt allerdings ziemlich mitgenommen aus. Na ja, es gilt mal wieder die Devise: Man weiss nie, was kommt. Aber hey, This is Africa (ums mal wieder zu erwaehnen).

    Liebe Gruesse an alle und bis bald.

  • The flying doctors:

    Vorgestern war es endlich soweit. Wir haben einen Flug bei den Flying doctors bzw. dem South African Red Cross Air Mercy Service bekommen. Eine spannende Sache.

    AMS_Pilatus_1

    Mit unserem gut gelaunten Piloten Johan (es war übrigens sein erster Soloflug) ging`s in einer schicken Pilatus fixed wing, einem 8-Sitzer, auf nach Petermaritzburg, wo wir die tatsächlichen doctors abgeholt haben. Ich war von da an mit einem sehr netten Allgemeinchirurgen unterwegs, und zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht wirklich klar, was uns erwarten würde. Obwohl das ganze natürlich eine sehr spannende und interessante Angelegenheit war, sei schon einmal gesagt, dass Flying doctors doch etwas weniger spektakulär ist als es klingt. Hauptsächlich ging es nämlich darum, dass, nachdem wir die Piste in Dundee glücklich geschafft hatten und auch die 45 Min. Jeepfahrt hinter uns gebracht hatten, mein Herr Doktor dem Charles Johnson Memorial Hospital in Nqutu beratend zur Seite stehen sollte.
    Aber noch mal zurück. Vom Dundee Airport wurden wir von unserer Fahrerin Happyness abgeholt und sicher nach Nqutu gebracht, welches ein erstaunlich großes Hospital besitzt. Genau genommen ist fast die halbe Ortschaft Hospital. Im Vergleich zu unserem bekannten Drecksloch King Edward Hospital, war dieses Krankenhaus sehr sauber, und wenn die Moeglichkeiten doch sehr beschraenkt sind, so schienen doch alle deutlich mehr bemueht zu sein, als ich das bisher gewoehnt war. Wenn wir doch auch nicht viel ausrichten konnten, so sind doch einige Entscheidungen gefasst worden und so denke ich, hat sich der Besuch letztendlich doch gelohnt. Alles in allem muss man sagen, dass die Atmosphaere in so einem kleineren Krankenhaus viel schoener ist, als in dem Riesenladen in Durban, wo, obwohl alle technischen und personellen Mittel vorhanden sind, auch nix funktioniert.
    Der Rueckflug hat sich dann nue geringfuegig verspaetet, da Stuerme aufgezogen waren, aber das war fuer Johann alles kein Problem. Und so kamen wir, nach insgesamt 5 Starts und Landungen fuer diesen Tag mit zwar etwas brummendem Magen aber doch gluecklich und um eine sehr interessante Erfahrung reicher wieder in Durban an. Allerdings faellt es jetzt etwas schwerer ins King Edward zu gehen, da ich gesehen habe, das Krankenhaeuser auch sauber sein koennen. Na ja, Augen und Nase zu und durch.

    Wie es Kommissar Zufall so wollte, habe ich direkt noch einen weitern Flug mit dem AMS bekommen, und zwar heute. Und so sitze ich nun mitten im Nirgendwo in einem (ebenfalls sauberen) Bienennest von Krankenhaus mit Internetverbindung. Man hoere und staune, das gibt's tatsaechlich. Allerdings ist das hier mehr ein Geduldstrainig als das Internet. Wie auch immer, langsam oder nicht, ich kann was schreiben, waehrend wir auf unseren Privatjet warten.
    Hergeflogen sind wir wieder mit der schoenen Pilatus, und heute durfte ich mit einem ebenfalls sehr netten und gespraechigen Professor der Allgemeinchirurgie unterwegs sein. Unser Ziel war Mseleni, ein Krankenhaus hoch im Norden der Provinz Kwa-Zulu-Natal, und als ich die Landebahn hier gesehen hatte, war ich doch ein bisschen froh, dass unser Pilot heute nicht seinen ersten Soloflug hatte. Ein langer Streifen grassartigen Gelaendes, auf dem ich gezoegert haette, meinen geliebten Offroad-Golf auszufuehren, war ofensichtlich ausreichend. Unser Pilot ist halt ganx fix mal eben ueber das tiefe Lock in der Landebahn druebergehuepft und hat uns dann sicher abgesetzt.
    Die erfahrungen hier waren mal wieder deutlich anders als daheim in Durban. 6 fast alles weisse Doktors kuemmern isch hier um 200 Patienten plus die Ambulanz. Aber auch hier scheint es mal wieder moeglich zu sein, trotz des Chaos (wenn ein Roentgenbild nicht bloss gemacht, sondern auch zum Arzt kommt, scheint das eher was mit Glueck zu tun zu haben), ein bisschen Sauberkeit zu bewahren. Nun, und da es gluecklicherweise keine schlimmeren Faelle gab, sind wir frueher fertig als erwartet und warten nun auf den Rueckflug.

    Schoen zu wissen, das nicht alle Krankenhaeuser gleich sind in SA.

    Liebe Gruesse mal wieder aus der bruetenden Hitze !

  • Englisch fuer Fortgeschrittene

    Bevor ich hier ankam dachte ich, ich koennte ganz gut Englisch. Dachte ich wohl. Ich muss wohl das Suedafrikanisch-Deutsch dictionary vergesen haben (von der hiesigen aussprache ganz zu schweigen).

    Ein verlaengertes Guten Morgen im doktorsroom koennte sich z.B. so angehoert haben:

    - Howzit Bru?
    - Lekker man, though I’m tired.
    - Is it? What’d you do? Let’s have a skyf and you tell me ‘bout last night.
    - Well, we had a kak call yesterday. Jisus, that auntie, you check, she’s mental.
    - That chick from downstairs?
    - Yaa. And that ou as well, I almost wanted to klap him. Anyway, I tuned that ou from upstairs to finish work and went out to Durbs instead. My ballie stayed home with the lightey and me and a few connections waaied to that classic place to dope. I tell you, it was pumping. The food looked a bit dodgy, but we chowed it anyway. And a beer was just 9 bucks. That was tops.
    - Lucka, man. Where’s that place?
    - Waay out here straight and take a right at the second robot. But don’t make a left, ‘cause then you’re bugged.
    - Lekker. Listen, the sis from downstairs just called for you.
    - Jissus, she must … off. Thell them I’m coming down JUST NOW.
    - Shot, bru

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    JUST NOW -
    (In a little bit) Universally used in South Africa, it means that the action will get done "eventually", but it might mean "never". If someone says he will do it "just now", be warned. It might be in 10 minutes, 10 hours or never. If someone says "now now", you're making progress. It won't be done immediately, or instantly, but probably less than 10 minutes, barring distractions that relegate it back to "just now".

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    Noch schnell liebe Gruesse an alle, und schon geht's auch wieder zurueck in den doctorsroom, neue Geheimnisse der Sprache Kwa-Zulu-Natals lueften.

  • post call - der Tag erwacht

    Ganz unerwartet war die letzte Nacht (von Sonntag auf Montag) eine sehr ruhige Nacht im Dienst. Und nun erwacht so langsam die neue Woche. irgendwann zwischen 7 und 8 uhr singen die "sisters" in ihren Abteilungen wieder ihr Morgenlied, so dass auch der letzte aufwacht. Den Text des liedes werde ich wohl nie verstehen, aber wenigstens habe ich schon "sawubona" verstanden. Das heisst "herzlich willkommen" (und wahrscheinlich noch eniges mehr). Und wo doch der Tag hier so schoen begruesst wird, da vergisst man doch gerne auch all die kleinen Dinge, die extrem langsam oder gar nicht funktionieren (wie zum beispiel das Internet gerade). In jedem Fall lernt man hier all den Luxus, den wir zu hause so selbstverstaendlich geniessen, wieder neu zu schaetzen.

    Das wollte ich nur mal schnell losgeworden sein. Liebe Gruesse an alle Leser, und bis bald.

  • Capetown die zweite

    Heute, morgen, was macht das schon. Mal wieder an afrikanische Pünktlichkeit adaptiert ist hier also der nächste Teil der Reise zum Tafelberg.

    Auf zur letzten Etappe der Hinreise.
    Von Oudshoorn aus ging`s weiter durch die Ebenen und die Hitze der kleinen Karoo über die trotzt hohem sedativem Potential (ab und an eine Kurve kann auch erfrischend sein) doch sehr schöne Route 62.

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    Wenn wir hier auch weniger tierische Gesellschaft an oder auf der Strasse hatten, so ist doch auch dieser Teil der Fahrt die Reise unbedingt wert. Vor Kapstadt ging`s dann wieder an die Küste, wo, obwohl wir während der ganzen Reise genügend Zeit hatten, uns an wunderschöne Buchten zu gewöhnen, wir mal wieder begeistert von den schönen Aussichten waren.

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    Und alsbald waren wir auch schon auf der Cape Halbinsel.

    Und hier kommt mal wieder eine der Verwirrungen. Da hatten wir unsere “Heimat“ Indien (Durban) verlassen, unterwegs ein paar original afrikanische Roaderlebnisse genossen, und schon waren wir in Europa? So lange sind wir doch nun auch wieder nicht gefahren. Nun, Kapstadt wirkt einfach wirklich europäisch.

    capetown_waterfront_paulaner_1

    Gut, wollen wir uns nicht weiter verwirren lassen. In jedem Fall hat Kapstadt viel zu bieten, und wir nur wenig Zeit. Also keine Zeit verlieren und unser Hostel finden. Ob wir wohl mit Blick auf den Tafelberg oder seine kleineren Co-Berge wohnen werden? Und tatsächlich lag unser Backpacker am Rande der Stadt zum Tafelberg hin, so dass wir von der Bar aus auf der Terrasse einen grossartigen Bergblick hatten.

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    Signal Hill, Lionshead und Tafelberg waren alle rundum sichtbar. Wobei die Tafel am Abend unserer Ankunft sich mit ihrer sauberen Tischdecke präsentierte.

    Extrem touristing in Capetown:
    Der nächste Tag verlief dann wie im Reiseführer. Auf zum Frühstück an der Waterfront, dem Paulaner Biergarten widerstehen und ab auf die Fähre nach Robben Island. Allein für die Fährfahrt lohnt sich das Unternehmen Robben Island schon, aber zusätzlich ist die Insel selber und das Geschichtsträchtige Gefängnis nicht weniger beeindruckend.

    tablemountain_ferry_3robben island_eingang

    Auf der Rückfahrt tüchtig von Wellen durchgeschüttelt ging´s dann weiter zur großen Tafel. Glücklicherweise hatte an diesem Morgen jemand vergessen, die Tischdecke rauszupacken, so dass wir tatsächlich die Berühmten Ausblicke von oben genießen durften.

    tablemountain_view_9

    Wenn wir auch die Weicheivariante mit der Seilbahn gewählt haben, so doch nur aus Zeitgründen, denn schließlich wartete ja noch das Kap der guten Hoffnung. Und wie es der Zufall so wollte, führte unser Weg dorthin ganz zufällig über den Chapmans Peak Drive, eine wirklich atemberaubende Strasse entlang der Steilküste runter zum Kap. Aber, wie bei allem zuvor auch, da hätt` man … ich will mich nicht zu oft wiederholen.

    chapmans peak drive_11

    Das nächtste touristische Highlight war dann also das Kap. Tja, und was soll man dazu sagen. Auch dieses ist ein wunderschönes Fleckchen Erde (und Wasser natürlich).

    cape of good hope_steve_1

    Nur wenig Pause für Steve, denn der Park macht irgendwann zu, und die Pinguine warten schließlich auch noch. Also vorbei an diesen seltsamen Tieren zurück in die Stadt zu einem ungeduldig erwarteten Bier mit Mountainview und weiter der Backpacker-religion folgen. Ein weiteres Muss ist in Kapstadt wohl auch eine Partynacht auf der Longstreet,

    capetown_longstreet_4

    welches in unserem Fall aber eher ein düsteres Vergnügen wurde, da wie es hier wohl häufiger vorkommt, die Stadt auf Grund eines Stromausfalls in romantisches Dunkel gehüllt war.

    Am nächsten Tag gings dann in die Winelands zur Weinprobe. Und wer würde hier wohl denken, in Africa zu sein?

    Constantia_winelands_1

    Und Kommissar Zufall führte uns dann auch noch hier vorbei.

    Constantia_Waldorfschool_1

    Ein weiterer grandioser Tag in Capetown ging also dem Ende zu, und für mich hieß es früh ins Bett, da ein früher Start zur Heimreise anstand. Mit schlafen wurde dann zwar nicht viel, da als ein weiterer Teil der Backpacker Kultur ein allnächtliches Schnarchkonzert im Dormitory dazugehört.

    Die Heimreise
    Um 3:30 h gings für mich dann los, von nun an alleine, das ganze im Fast-rewind zu machen. Und abgesehen davon, dass mein Hintern von Stunde zu Stunde mehr weh tat, gabs lange nicht wirklich was Spannendes zu erleben. Dumm war lediglich, dass Steve und ich, als es dann wieder dunkel wurde, immer noch in der von Autofahrern so heiß geliebten Ex-Transkei steckten, und so wurde der letzte Teil der Reise dann doch noch zum Abenteuer. Nach einer halben Stunde vergeblichen Versuchens an diesem schrottreifen Laster vorbeizukommen ist man zwar froh wieder 120 fahren zu können, aber auch das Vergnügen ist schnell vorbei, wenn man bei diesem Tempo im Stockfinstern plötzlich in eine der tausend Kurven gerät und nicht so richtig weiß, ob die Straße für Kühe auch nachts so anziehend ist wie tagsüber. Also blieb nur langsam fahren, alle 5 Sekunden die Sitzposition ändern und hoffen, dass wenigstens der Nebel bald verschwindet. Und siehe da, auch diese Reise fand ihr Ende. Nach 19 Stunden und 1752 Kilometern war`s zwar schade, dass der Urlaub vorbei war, aber trotzdem eine super Sache, endlich ins Bett zu fallen.

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